| Hoteliers entscheiden sich für Umweltmanagement oder Nachhaltigkeit als Strategie aus ganz unterschiedlichen Motivationen. Viele haben erkannt, dass eine intakte Natur und Landschaft wichtige Ressourcen im Tourismus sind. Als langfristig orientierte Unternehmer/innen setzen sie diese Erkenntnis im eigenen Betrieb konsequent um. Für andere ist eine behördliche Auflage oder die Frage eines Grosskunden der Ausgangspunkt für ISO 14001. Wiederum andere denken eher marktorientiert: Sie sehen das Sparpotential, das für Hotels erheblich ist (in den Bereichen Energie und Wasser oft über 20%) und darin einen konkreten Wettbewerbsvorteil. Innovative Hotels erkennen zudem neue Einnahmequellen, indem Sie neue Produkte auf dem Markt anbieten und neue Kundensegmente ansprechen. Mit Umweltmanagement lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern auch Geld verdienen. Diese Motivationen kann man den Strategien "clean", "effizient", "progressiv" und "innovativ" zuordnen. Bei den ersten beiden Typen liegt der Fokus bei der internen Umsetzung, bei letztern eher extern. Die Strategien links im Bild sind eher gesellschaftlich orientiert, die rechten eher marktlich motiviert. Kaum ein Unternehmen kann eindeutig einer dieser vier Strategien zugeordnet werden. Meistens kommt eine Kombination zum tragen. Oft lässt sich auch zeitliche Entwicklung feststellen: Am Anfang steht z.B. die Strategie "clean" im Vordergrund. Im Rahmen der Umsetzung stellt das Unternehmen Effizienzpotentiale fest (Strategie "effizient"), beginnt die Umweltleistung wirkungsvoll zu kommunizieren ("progressiv") und entwickelt daraus neue Produkte ("innovativ"). |